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Wellis Körpersprache

29.01.2017 16:52:14

 

Um Wellensittiche zu verstehen, ist es wichtig, einige Einzelheiten über ihre Körpersprache zu wissen: was sie also tun, wenn sie glücklich, traurig, gesund, krank, verärgert oder vergnügt sind. Auf dieser Seite möchte ich einige Körpersignale erklären.

Einen zufriedenen Welli erkennt man daran, dass er ganz entspannt und aufrecht mit beiden Beinen auf dem Ast sitzt oder mit leicht geplustertem Gefieder vor sich hin singt.

 

Aufgestellte Kopffedern und verengte Pupillen bedeuten, dass der Vogel freudig erregt ist:

Auch deutlich hörbares Schnabelknirschen ist ein Zeichen von Wohlbefinden.

Ist Wellis gesamtes Gefieder dagegen rund um den Körper so sehr aufgeplustert, dass er fast wie eine Federkugel aussieht, und sitzt er dabei teilnahmslos im Käfig, deutet dies auf eine Krankheit hin. Dieser Verdacht erhärtet sich, wenn außerdem ein Schwanzwippen zu beobachten ist, das auf Atembeschwerden hinweist.

Wenn ein Welli ängstlich ist, legt er sein Gefieder ganz eng an den Körper an, so dass er sehr dünn aussieht. Er bewegt sich nicht, weil er hofft, nicht gesehen zu werden. Wenn der Vogel die Flügel dabei abspreizt, signalisiert er: "Ich fliege gleich los." Dieses gesamte Verhalten könnte auf schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen hindeuten, wenn der Wellensittich schon bei anderen Haltern zuhause war. Jedenfalls muss das Vertrauen eines solchen Vogels langsam und mit viel Geduld wieder aufgebaut werden.

Bei Wellis, die schon zahm oder zumindest normalerweise nicht extrem ängstlich sind, bedeutet das Abspreizen der Flügel in der Regel, dass es ihnen zu warm ist und sie auf diese Weise ihre Körpertemperatur wieder auf den Normalzustand bringen. Oft hecheln sie dabei auch. Vögel können nämlich - genau wie Hunde übrigens - nicht schwitzen.

Wellensittiche verbringen tagsüber viel Zeit damit, sich selbst - oder im besseren Falle auch einem Wellifreund - das Gefieder zu putzen. Die gegenseitige Gefiederpflege bei mehreren Vögeln dient nicht nur der Sauberkeit, sondern festigt auch die sozialen Kontakte untereinander.

Wellis schlafen meist auf nur einem Bein, ballen dann die Krallen des anderen Beines wie zu einer "Faust" zusammen und verstecken es unter dem Bauchgefieder. Den Kopf stecken sie in das Rückengefieder. Eine neue aktive Phase nach einer Schlafpause beginnen die kleinen Papageien meist damit, dass sie beide Beine nacheinander - aber gleichzeitig mit dem Flügel auf derselben Seite - strecken.

So friedlich auch Wellensittiche im Allgemeinen sind, frei von Futterneid sind sie nicht. Das Futter eines anderen Wellis im selben Käfig könnte doch immer noch etwas leckerer sein als das eigene. Dieses Verhalten ist völlig normal und gefährliche Kämpfe gibt es dabei normalerweise nicht.

Leichte Streitigkeiten kann es aber auch dann unter den Wellensittichen einmal geben, wenn es abends im geschlossenen Käfig darum geht, die "schönste" Schaukel zu finden, obwohl die Schaukeln - mit menschlichem Auge betrachtet - alle gleich aussehen. Schließlich einigen sich die Vögel dann aber doch und schlafen irgendwann friedlich ein.

 

 

    


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