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Wellis Gefieder
 
29.01.2017 16:49:24
 

Gefiederpflege

Wellensittiche sind sehr reinliche Tiere. Sie verbringen im Laufe eines Tages viel Zeit damit, ihr Gefieder zu pflegen. Dieses Verhalten liegt darin begründet, dass für wild lebende Wellis ein tadellos gepflegtes Federkleid überlebenswichtig ist. Sind die Federn schmutzig oder verklebt, kann ein Wellensittich nicht fliegen und ist damit in der Wildnis seinen Fressfeinden ausgeliefert.

Unsere heimischen Wellis haben dieses sorgfältige Putzverhalten nicht verändert. Sorgsam wird mehrmals jede Schwanz- und Schwungfeder durch den Schnabel gezogen und mit ihm und der Zunge glatt gestrichen. Das Brust- und Bauchgefieder wird sortiert und mit einem Sekret aus der Bürzeldrüse eingerieben.

Immer wieder kommt es vor, dass mehrere Wellis gleichzeitig beginnen, ihr Gefieder zu putzen. Das folgende Foto zeigt Lissi und Nico beim "Synchronputz".

Abgesehen vom Gefieder kommt auch der übrige Vogelkörper bei der Pflege nicht zu kurz. Meine (inzwischen ausgewanderte) Welli-Dame Bibo zeigt sich hier bei ihrer ausgiebigen Pediküre.

Wir Menschen können als Welli-Halter(in) unserem geflügelten Mitbewohner als zusätzliche Körperpflege täglich frisches Badewasser in einer Schale oder einem Badehäuschen anbieten oder den Wellensittich ab und zu mit Wasser aus einer Blumenspritzflasche bespritzen. Nun sind aber nicht alle Wellis vom Baden oder Duschen begeistert. Ist ein Vogel ein Bademuffel, hat man als Halter(in) noch die Möglichkeit, ihm wiederum in einer Schale befeuchtete Salatblätter zu servieren, die der Welli dann wahlweise zum Fressen oder für die Körperpflege benutzen kann.

     

Die Mauser

Als Mauser bezeichnet man den in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auftretenden Gefiederwechsel aller Vögel und somit auch der Wellensittiche. Sie dient der Abstoßung des alten zerschlissenen Gefieders durch ein neues. Die Mauser ist für unsere Wellis zwar anstrengend, aber sie ist keine Krankheit.

In weniger als 12 Monaten tauschen unsere gefiederten Freunde ihr gesamtes Gefieder nach und nach aus. Dies führt besonders beim Wechsel der Kopf-, Schwung- und Schwanzfedern dazu, dass der betroffene Welli weniger lebhaft, häufiger schläfrig und anfälliger für Stress und Krankheiten ist.

Die Federschäfte des neuen Gefieders rufen für unseren Welli einen Juckreiz hervor. Der Vogel zerrt dann nervös an den jeweils betroffenen alten Federn herum, bis sie ausfallen. So anstrengend der Federwechsel für die Wellis jedoch sein mag, darf man als Halter(in) niemals versuchen, ihnen dabei durch das Auszupfen alter Federn zu helfen. Durch eine derartige Hilfsaktion von uns Menschen würde der Vogel nur verängstigt werden oder sogar Schmerzen erleiden.

Am Kopf sehen die neu sprießenden Federn oft wie kleine Stachel aus, wie man auf dem Bild oben von Putzi als Jungwelli deutlich erkennen kann. Die erste Mauser, die ich bei meinem Wellensittich Benni erlebte, fiel, wie man auf dem folgenden Foto sieht, etwas heftiger aus. Es bildete sich eine richtige kleine Kahlstelle.

Diese erste Mauser - Jugendmauser genannt - macht jeder Wellensittich etwa zwischen dem 3. und dem 7. Lebensmonat durch. Durch sie verändert sich das Gefieder der Vögel von einem "Babygefieder", bei dem die Wellenzeichnung am Kopf noch bis zur Wachshaut verläuft, zu einem "Erwachsenengefieder" mit kräftigeren Farben und einer sogenannten Gesichtsmaske.

Besonders während der Mauser ist für Wellensittiche eine ausgewogene Ernährung wichtig. Zum Beispiel ist es sehr sinnvoll, für eine natürliche Mauserhilfe Gurken als Zusatzfutter anzubieten. Das folgende Foto zeigt, dass Wellis Gurken durchaus lecker finden können. Völlig sinnlos ist dagegen ein als "Mauserhilfe" käuflicher Futterzusatz eines bekannten Anbieters von Tiernahrung. Er füllt nur den Geldbeutel des Anbieters, hilft aber nicht unseren Wellis.

Auch für Welli-Besitzer(innen) ist die Mauser auf eine Weise eine anstrengende Zeit . Wer mehr als 2 Wellis besitzt, weiß, dass es kaum einen länger andauernden Zeitraum gibt, in dem sich kein Vogel in der Mauser befindet. Wer aber seine Piepmätze liebt, wird die während dieser Zeit vermehrt durch den Raum fliegenden kleinen Federn mit den daraus entstehenden (Säuberungs-)Folgen gern in Kauf nehmen.

 

    


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