Meine Website "Utes Welli-Revier" wird in nächster Zeit ausführlich überarbeitet und abgeschlossen.

Was Wellis brauchen... und was nicht!

29.01.2017 16:40:40
 

Diese Seite soll vor allem dazu dienen, unerfahrenen Welli-Halterinnen und -Haltern ein wenig zu helfen, wenn es darum geht, wichtige, unwichtige und schädliche Dinge für unsere kleinen Papageien zu unterscheiden.

1. Was brauchen Wellensittiche?

An erster Stelle der Dinge, die ein gesunder glücklicher Welli unbedingt braucht, steht vor allem eines: Er braucht mindestens einen lebendigen Partnervogel. Zu diesem Thema gibt es schon auf meiner Seite Keine Einzelhaltung vieles zu lesen. Deshalb möchte ich hier nur noch einmal auf das Banner meiner Homepage aufmerksam machen.

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Über einen lebendigen Partner-Welli hinaus gibt es aber noch mehr Dinge, die für unsere kleinen Freunde wichtig sind. Im Käfig sollte zum Beispiel Sepiaschale nicht fehlen. Sie wird von den Wellis benötigt, um ihre Schnäbel abzunutzen. Das Gleiche gilt für Äste aus Naturholz.

Außerdem muss unseren fliegenden Mitbewohnern Muschelgrit als Verdauungshilfe angeboten werden. Dieser ist zwar in dem Vogelsand enthalten, den manche Welli-Halter(innen) als Käfigeinstreu benutzen, man kann den Muschelgrit aber auch separat kaufen. Näheres zum Vogelsand im folgenden Absatz.

     

2. Worauf können Wellis gut verzichten?

Zumeist werden die Käfigböden unserer heimischen Wellensittiche mit Vogelsand eingestreut. Dieser Vogelsand ist für die Vögel aber keineswegs lebensnotwendig!  Im Gegenteil: Es kann sogar von Nachteil sein, den Käfig mit Vogelsand (oder anderem Streumaterial) einzustreuen. Dies hat folgenden wichtigen Grund:

Wenn ein Wellensittich krank ist, erkennt man dies oft zuerst am veränderten Aussehen der von ihm ausgeschiedenen Kotkügelchen. Wenn sich auf dem Boden des Vogelkäfigs nun loses Streumaterial wie Vogelsand oder Buchenholzgranulat befindet, kann es all zu leicht passieren, dass unsere gefiederten Freunde durch ihr lebhaftes Wesen ihre Kothäufchen zwischen die Streuteilchen mischen, so dass sie nicht mehr zu sehen oder zumindest nicht mehr zum Erkennen von eventuellen Krankheiten tauglich sind. Um diesem Problem also aus dem Wege zu gehen und Veränderungen des Vogelkotes eventuell rechtzeitig zu erkennen, ist es besser, den Käfigboden mit Küchenrolle oder Zeitungspapier auszulegen!

Zu den Dingen, auf die ein Wellensittich erst recht gut verzichten kann, gehören zum Beispiel die in Lebensmittelmärkten und oft sogar in Zoohandlungen angebotenen so genannten "Sprechperlen". Ein Vogel, der nicht von seinem Herrchen oder Frauchen ausreichende Zuwendung bekommt, wird trotz vielversprechender Werbung das Sprechen nicht lernen. Ob ein Wellensittich sprechen lernt oder nicht, hängt ganz allein von seiner Fähigkeit und Lust zum Nachahmen ab. Dies ist einzig und allein eine Charakterfrage und kann auch mit den schönsten Sprechperlen nicht erreicht werden.

Ebenso sinnlos wie die genannten Sprechperlen ist ein so genannter "Vogeltrank". Sauberes Leitungswasser oder kohlensäurefreies Mineralwasser sind ebenso gute oder besser geeignete Getränke für unsere Flauschkugeln. Auch "Mauserhilfe" aus Tüten brauchen Wellis nicht. Wenn sie in der Mauser sind, ist ab und zu ein wenig Gurke ein gesünderes Hilfsmittel, um diesen regelmäßig wiederkehrenden Gefiederwechsel durchzumachen.

     

3. Was ist schädlich für unsere gefiederten Mitbewohner?

Zu dieser Frage soll hier nur von den Dingen die Rede sein, die - leider! - für Wellensittiche angeboten werden, obwohl inzwischen bekannt ist, dass sie tierschutzwidrig sind. Dazu zählt vor allem der ach so beliebte Plastikvogel, mit dem immer noch viel zu viele Wellensittichhalter(innen) ihrem lebendigen Welli einen ebenso lebendigen zweiten Welli zu ersetzen glauben. Diese Plastikvögel sind als "Partner" für unsere echten Wellensittiche nicht nur sinnlos sondern gefährlich! Die Gefahr liegt darin, dass unsere Wellis ihren Plastikkameraden anfangs tatsächlich für einen echten Kumpel halten und ihn anbalzen und füttern. Durch das ständig vergebliche Hochwürgen von Futter für ihren Plastikkumpel entsteht bei unseren lebendigen Federbällen die Gefahr einer Kropfentzündung, die tödlich enden kann.

Das Gleiche gilt für die im Handel erhältlichen, meist runden Spiegel. Auch hier meint ein Wellensittich, durch sein Spiegelbild ein lebendiges Gegenüber vor sich zu haben, und beginnt, den Spiegelfreund anzubalzen und zu füttern. Deshalb sollte jede(r) verantwortungsvolle Wellensittichhalter(in) sowohl den Spiegel als auch den Plastikvogel aus dem Käfig verbannen und stattdessen über einen lebendigen Kameraden für den geflügelten Liebling ernsthaft nachdenken.

      

Zu anderen Gegenständen und Gefahren, die mehr in der menschlichen Wohnung als direkt im Umfeld unserer Wellis zu suchen sind, habe ich auf den Seiten Wellis Sicherheit und Welli-Weihnachten weitere Einzelheiten ausgeführt.

 

 

    


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