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Luftsackmilben

29.01.2017 16:21:06

 

Wellensittiche brauchen zur Versorgung ihres ganzen Körpers mit Sauerstoff ein besonders wirksames Atmungssystem, weil sie extreme Langstreckenflieger sind. Deshalb hat es die Natur so eingerichtet, dass Wellis (und auch andere Vögel) neben den Lungen mit sogenannten Luftsäcken ausgestattet sind, die eine optimale Sauerstoffversorgung gewährleisten, ohne selbst im Vogelkörper viel zu wiegen.

Aber nicht nur bei Anstrengung, sondern auch in Ruhephasen dienen die Luftsäcke den Tieren zur Sauerstoffversorgung. Es liegt auf der Hand, dass aus diesem Grunde Erkrankungen der Luftsäcke zu schweren Atemproblemen führen können, die unter Umständen sogar tödlich sind.

Da die Luftsäcke Hohlräume im Vogelkörper sind, besteht leicht die Gefahr des Befalls mit Parasiten, so genannten Luftsackmilben. Diese nisten sich dann in der Luftröhre sowie den Luftsäcken des Vogels ein und gedeihen, wenn nicht mit Medikamenten etwas gegen sie unternommen wird. Früher ging man davon aus, dass ein Befall von Luftsackmilben bei australischen Sittichen, praktisch nicht vorkäme. Diese Annahme hat sich leider zwischenzeitlich als Irrtum erwiesen.

     

Erkrankt ein Welli an Luftsackmilben, hört er zunächst fast unbemerkt auf zu singen und zu pfeifen. Schließlich klingt er völlig heiser. Darauf folgen dann irgendwann Atemprobleme, die man vor allem daran erkennt, dass der Vogel beim Atmen mit dem Schwanz wippt, weil es ihn unheimlich viel Kraft kostet. Nachts kommen dann knackende Atemgeräusche dazu. Manchmal keuchen die Wellis ganz heftig und langanhaltend. Außerdem würgen sie in der Absicht, sich der Parasiten zu entledigen.

Im Endstadium der Krankheit stirbt der erkrankte Vogel qualvoll an Ersticken, weil sich zu viele Luftsackmilben in seiner Luftröhre niedergelassen haben und diese verschließen. Die sogenannte Inkubationszeit - also der Zeitraum zwischen einer Infektion mit den Parasiten und dem Ausbruch der ersten Krankheitsanzeichen - kann mehrere Monate dauern. 

Mit dieser Krankheit musste ich bedauerlicherweise durch Pico (2), der hier oben auf dem Foto noch fröhlich turnt, Bekanntschaft machen.

 

    


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